14. Deutscher Wirbelsäulenkongress

Jahrestagung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft e. V.
28. – 30. November 2019 • München

14. Deutscher Wirbelsäulenkongress

Jahrestagung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft e. V.
28. – 30. November 2019 • München

Kongressdetails

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Hauptredner

Donnerstag, 28. November • 12:00–12:30 • Plenum
Robotik und Künstliche Intelligenz – Anwendung in der Neurochirurgie und Brain-Machine-Interfaces

Prof. Sami Haddadin

Prof. Sami Haddadin ist Direktor der Munich School of Robotics and Machine Intelligence an der Technischen Universität München (TUM) und Inhaber des Lehrstuhls für Robotik und Systemintelligenz. Seine Forschungsinteressen umfassen intelligentes Roboterdesign, Roboterlernen, kollektive Intelligenz, Mensch-Roboter-Interaktion, nichtlineare Regelung, Echtzeitplanung, Optimalsteuerung, menschliche Neuromechanik und Prothetik sowie Robotersicherheit. Prof. Haddadin war von 2014 bis 2018 Lehrstuhlinhaber des Instituts für Regelungstechnik an der Gottfried Wilhelm-Leibniz-Universität Hannover. Davor war er in unterschiedlichen Funktionen als wissenschaftlicher Mitarbeiter am DLR tätig. Er hält Abschlüsse in Elektrotechnik, Informatik und Technologiemanagement der Technischen Universität München sowie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er promovierte mit summa cum laude an der RWTH Aachen. Er hat mehr als 130 wissenschaftliche Artikel in internationalen Journalen und Konferenzen veröffentlicht. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen, wie dem George Giralt PhD Award (2012), dem RSS Early Career Spotlight (2015) und IEEE/ RAS Early Career Award (2015), dem Alfried-Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer (2015), dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten (2017) sowie dem Leibnizpreis (2019) geehrt. Prof. Haddadin ist Gründer der Franka Emika GmbH (München, 2016). In seiner Zeit als DLRMitarbeiter wirkte er maßgeblich an der Entwicklung der Leichtbaurobotertechnologie mit, die im Technologietransfer zum KUKA LBR iiwa wurde.

Donnerstag, 28. November • 12:30–13:00 • Plenum     Reparatur und Regeneration des verletzten Rückenmarks – Was ist neu? Was ist aktuell?

Donnerstag, 28. November • 16:00–16:20 • Plenum
Maschinelle Lernansätze – Anwendung auf traumatische und nicht-traumatische Rückenmarksverletzungen

Dr. Michael G. Fehlings 
In 1983 erhielt Dr. Fehlings seinen MD an der University of Toronto. Nach einem chirurgischen Praktikum bei der Queens Universität begann Dr. Fehlings eine neurochirurgische Ausbildung an der University of Toronto. Während seines Aufenthalts war Dr. Fehlings 1989 am Institut für Medizinische Wissenschaften mit einer Arbeit über experimentelle Rückenmarksverletzungen beschäftigt. Gegenwärtig ist er Professor in der Abteilung für Chirurgie, stellvertretender Lehrstuhl für Forschung in der Abteilung für Chirurgie, ordentliches Mitglied der School of Graduate Studies des Institute of Medical Sciences, Wissenschaftler am McLaughlin Center of Molecular Medicine und Wissenschaftler am McEwen Center for Regenerative Medicine, leitender Wissenschaftler am Krembil Research Institute, Co-Direktor des Wirbelsäulenprogramms der Universität Toronto, Halbert-Lehrstuhl für Neuronale Reparatur und Regeneration. Sein klinischer Schwerpunkt liegt in der Wirbelsäulen- Neurochirurgie und seine Forschung konzentriert sich auf die Entdeckung neuartiger Therapien zur Reparatur und Regeneration des verletzten Nervensystems.
Donnerstag, 28. November • 15:20–15:40 • Plenum
Künstliche Intelligenz in der Biomedizin
Fabian J. Theis
Fabian Theis ist Direktor des Institute of Computational Biology ICB am Helmholtz Zentrum München und Professor an der Technischen Universität München. Nach seinem Studium der Mathematik und der Physik promovierte er 2002 in Physik und 2003 in Computer Science. Nach Forschungsaufenthalten in Granada (Spanien), Wako/Tokyo (Japan) und der Florida State University erhielt er 2006 ein Bernstein-Stipendium und leitete eine Nachwuchsgruppe am Bernstein Center for Computational Neuroscience (MPI Göttingen). 2007 wurde Fabian Theis Juniorgruppenleiter im Helmholtz Zentrum München. Im Jahr 2010 erhielt er einen ERC-starting grant und übernahm 2013 die Leitung des ICB. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Machine Learning-Methoden für komplexe biologische Fragestellungen. Im Vordergrund stehen unter anderem die Modellierung von Zellheterogenitäten durch Einzelzellanalysen und die Integration von multiomics-Daten in systemmedizinischen Ansätzen. Seit 2019 ist Fabian Theis wissenschaftlicher Direktor der ‚Helmholtz Artificial Intelligence Cooperation Unit‘ (HAICU).
Donnerstag, 28. November • 15:40–16:00 • Plenum
Künstliche Intelligenz in der Radiologie – Chancen und Gefahren


Alexander Radbruch
Alexander Radbruch studierte Jura und Medizin an den Universitäten Heidelberg, Mannheim, der LMU München sowie dem Baylor college of Medicine in Houston. Seine Assistenzarztzeit in der Radiologie verbrachte Alexander Radbruch in Heidelberg; seit 2012 leitete er dort am Deutschen Krebsforschungszentrum eine Arbeitsgruppe zur neuro-onkologischen Bildgebung. Seit 2016 ist Alexander Radbruch als Oberarzt am Universitätsklinikum Essen in der Neuroradiologie tätig, seit 2019 als leitender Oberarzt. Seine Hauptforschungsgebiete sind neue MR-Techniken, Kontrastmittel sowie die Anwendung von künstlicher Intelligenz in der Neuroradiologie. 2017 wurde er von der Internet-Plattform „Aunt Minnie“ unter die 15 einflussreichsten Forscher der Bildgebung weltweit gewählt.
Donnerstag, 28. November • 16:20–16:40 • Plenum
Dr. Algorithm will see you now – Ethics of AI in Medicine
Prof. Dr. med. Alena M. Buyx
Prof. Dr. med. Alena Buyx, M.A. phil., FRSA, ist W3-Professorin für Ethik der Medizin und Gesundheitstechnologien und Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin an der Technischen Universität München. Die Arbeitsgebiete von Alena Buyx reichen von medizinethischen Fragen aus der klinischen Praxis über Herausforderungen durch biotechnologische Innovation und medizinische Forschung bis hin zu ethischen und Gerechtigkeitsfragen in modernen Gesundheitssystemen. Sie verfolgt dabei einen interdisziplinären Ansatz von „embedded ethics“ und kollaboriert mit klinischen Kollegen ebenso wie mit Kollegen verschiedener anderer Fachrichtungen. Alena Buyx ist Mitglied verschiedener nationaler, internationaler und universitärer Gremien, berät regelmäßig große internationale Forschungskonsortien und ist nachgefragte Rednerin und Expertin für Medienauftritte. Seit 2016 ist sie Mitglied des Deutschen Ethikrats und im Jahr 2019 wurde sie in das WHO Expert Advisory Committee on Developing Global Standards for Governance and Oversight of Human Genome Editing aufgenommen. Professor Alena Buyx ist vollapprobierte Ärztin mit weiteren Abschlüssen in Philosophie und Soziologie. Sie habilitierte sich 2013. Vor ihrer Ernennung in München war sie Professorin für Medizinethik an der Universität Kiel, Emmy Noether-Gruppen-Leiterin an der Universität Münster, Academic Scholar an der Harvard University, stellvertretende Direktorin des englischen Ethikrats und Senior Fellow am University College London.
Donnerstag, 28. November • 18:01–18:09 • Plenum
Zukunft der Revisionschirurgie bei Wirbelsäulenimplantaten – Expertenkommentar


Fr. Dr. Susanne Feihl
Fr. Dr. Susanne Feihl ist Fachärztin für Mikrobiologie und leitet im Rahmen einer Stabsstelle das Antibiotic Stewardship Programm am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Zwischen 06/2016 und 11/2017 absolvierte sie eine 1,5 Jahre dauernde Weiterbildung auf dem Gebiet der Infektiologie bei Herrn Dr. Andrej Trampuz am interdisziplinären Zentrum für septische Chirurgie, Charité – Universitätsmedizin in Berlin. Hier gehörte die Teilnahme am infektiologischen Beratungsdienst der Charité mit Schwerpunkt Implantat-assoziierte Infektionen zu ihren Hauptaufgaben. Die Facharztausbildung hat sie 2012 an der Technischen Universität München abgeschlossen.
Freitag, 29. November • 14:45–15:00 • Plenum     Fiber tracts tracking in cervical myelopathy – diagnostic and prognostic value


Dr. Gualtiero Innocenzi

Dr. Gualtiero Innocenzi leitet eine der neurochirurgischen Abteilungen am I.R.C.C.S. Neuromed, Istituto Neurologico Mediterraneo in Pozzilli, Italien. Gegenwärtig fokussieren sich seine klinischen Forschungen auf die Navigation an der Wirbelsäule, spinal-endoskopische Chirurgie, Lendenstenose und zervikale Myelopathie. Jährlich führt Dr. Innocenzi etwa 500 Operationen durch – davon 400 an der Wirbelsäule, hauptsächlich bei degenerativen Veränderungen und Tumorpathologie. Er ist seit vielen Jahren Mitglied der Italienischen Gesellschaft für Neurochirurgie und dort aktuell im Board aktiv. Überdies ist er Mitglied der Europäischen Vereinigung der Neurochirurgischen Gesellschaften.

Freitag, 29. November • 14:45–15:00 • Plenum
Apical vertebral derotation and translation for deformity correction-AVDT



Dr. Giovanni Andrea La Maida

Dr. Giovanni Andrea La Maida arbeitet am Orthopädischen Institut Gaetano Pini in Mailand. Dr. La Maida studierte an der Universität Mailand und sammelte Erfahrungen in Kanada, Frankreich und der Schweiz. Die letzten zehn Jahre seiner Ausbildung verbrachte er in der Erforschung und Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen, Durchführung von etwa tausend Wirbelsäulenoperationen (80% thorako-lumbale Wirbelsäule und 20% Halswirbelsäule). Dr. La Maida behandelt besonders gerne Halswirbelsäule (anteriorer und posteriorer Zugang), Wirbelsäulentrauma und Deformitäten bei jungen und erwachsenen Patienten. Er benutzt das Mikroskop regelmäßig, um neuronale Wirbelsäulendekompressionen, Mikrodiskektomien und andere mikrochirurgische Eingriffe an der gesamten Wirbelsäule durchzuführen. Seine chirurgische Ausbildung konzentrierte sich in den letzten Jahren auf minimal-invasive chirurgische Verfahren. Er ist Mitglied der Italienischen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (SIOT), der Italienischen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (SICV-GIS) und der AO Spine.