16. Jahrestagung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft

09.–11. Dezember 2021 • Münster

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Hygienekonzept vor ort

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Donnerstag, 09. Dezember • 09:50–10:10 • Plenum
Benign and locally aggressive tumors of the spine 

Stefano Boriani promovierte 1976 an der Universität Bologna mit einer Forschungsarbeit über das Hämangioendotheliom des Knochens, welche später in der Zeitschrift Cancer veröffentlicht wurde. Seit 1984 konzentriert sich seine Tätigkeit hauptsächlich auf die Diagnose und Behandlung von Wirbelsäulentumoren, zunächst am Rizzoli-Institut in Bologna unter der Leitung von Prof. Campanacci. Er hatte das Privileg, enge wissenschaftliche Beziehungen zu Stener, Winkelmann, Roy Camille, Steffie und Tomita aufzubauen und von deren Erfahrungen zu lernen. Boriani wurde bald zum Verantwortlichen für Wirbelsäulentumore am Rizzoli-Institut ernannt. Später war er Leiter der Wirbelsäulenchirurgie in Pietra Ligure, dann Direktor am Ospedale Maggiore in Bologna, das bald zum Referenzzentrum für Wirbelsäulentraumata und -tumore wurde. Seit 2009 ist er als Leiter der Abteilung für onkologische und degenerative Wirbelsäulenchirurgie wieder in Rizzoli tätig. In all diesen Jahren widmete er sich der chirurgischen Tätigkeit und der klinischen Forschung (mehr als 300 wissenschaftliche Arbeiten, mehr als 14.000 Zitate, H-Index 56). Er ist Mitherausgeber von: SPINE, European Spine Journal, Journal of Spine Surgery und ist Mitglied des Lenkungsausschusses des AOSpine Knowledge Forum Tumor. Boriani wurde zum "Professore a Contratto" an der Universität Bologna ernannt und ist leitender Forschungsleiter des Gesundheitsministeriums für eine abgeschlossene Forschung zur quantitativen Analyse der Wirbelsäuleninstabilität. Derzeit ist er Direktor des Wirbelsäulenlehrprogramms und Leiter der Wirbelsäulentumorchirurgie der GSpine4-Einheit am IRCCS Istituto Ortopedico Galeazzi in Mailand.

Seine wichtigsten Beiträge sind:

  • Das ursprüngliche Staging-System für Primärtumore, am besten bekannt als WBB, das 1996 vorgestellt wurde und noch immer weltweit angewendet und zitiert wird
  • Ein stapelbares Kohlenstofffaser-Käfigsystem für die Rekonstruktion der Wirbelsäule
  • Originelle Techniken zur Resektion von Wirbelsäulentumoren
  • Mehrere Artikel über große Serien von Wirbelsäulentumoren, die in Fachzeitschriften mit Peer-Review veröffentlicht wurden

Donnerstag, 09. Dezember • 15:30–15:50 • Plenum
Revision Pediatric Spinal Deformity Surgery – Etiologies and Solutions

Freitag, 10. Dezember • 16:45–17:05 • Plenum
Spinal Osteotomies for the Treatment of Severe Adult Spinal Deformities

Dr. Lawrence Lenke ist einer der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der Wirbelsäulendeformitätschirurgie. Seine weltweit anerkannte Praxis ist ausschließlich der Wirbelsäulendeformitätschirurgie gewidmet, wobei der Schwerpunkt auf der komplexen rekonstruktiven Chirurgie bei Kindern und Erwachsenen zur Behandlung verschiedener Wirbelsäulendeformitäten wie Skoliose, Kyphose, Flatback-Syndrom und anderen schweren Wirbelsäulenfehlstellungen sowie Spondylolisthesis liegt. Er gilt allgemein als der weltweit führende akademische Chirurg für Wirbelsäulendeformitäten, da er das Klassifizierungssystem für die idiopathische Skoliose bei Jugendlichen (AIS) entwickelt hat, das heute seinen Namen trägt und als der am häufigsten zitierte Artikel über Wirbelsäulendeformitäten der letzten 20 Jahre gilt.  Dr. Lenke wurde in den letzten 10 Jahren in America's Top Doctors und in den letzten 15 Jahren in Best Doctors in America aufgeführt. Dr. Lenke wurde 2013 mit dem Leon Wiltse Award der North American Spine Society für herausragende Leistungen in der Führung und/oder klinischen Forschung in der Wirbelsäulenversorgung ausgezeichnet. Ebenfalls im Jahr 2013 wurde Dr. Lenke in Orthopedics This Week als einer der "Top 28 Spine Surgeons in North America" aufgeführt. Von 2010 bis 2011 war er Präsident der Scoliosis Research Society, der ältesten und renommiertesten Wirbelsäulengesellschaft der Welt, deren einziger Schwerpunkt die Verbesserung der Versorgung von Patienten mit Wirbelsäulendeformitäten ist. Als Ausdruck seiner herausragenden chirurgischen Fähigkeiten hat er in den letzten 20 Jahren über 800 Wirbelsäulenchirurgen aus der ganzen Welt zur Beobachtung seiner Operationen empfangen. Dr. Lenke hat in seiner akademischen Laufbahn mehr als 550 von Fachleuten begutachtete Manuskripte veröffentlicht, fünf Lehrbücher über Wirbelsäulenchirurgie herausgegeben, mehr als 140 Lehrbuchkapitel verfasst, über 130 Wirbelsäulenkongresse geleitet und war mehr als 125 Mal als Gastprofessor im In- und Ausland eingeladen.

Donnerstag, 09. Dezember • 15:50–16:10 • Plenum
Early onset scoliosis

Dr. Tsirikos hat sein Universitätsstudium, seine orthopädische Ausbildung und seine Promotion in Griechenland mit Auszeichnung abgeschlossen. Er absolvierte Fellowships in Kinderorthopädie/Kinderwirbelsäule am A.I.duPont Hospital for Children (USA), in Wirbelsäulenchirurgie am Great Ormond Street Hospital for Children/Royal National Orthopaedic Hospital (UK) und am Royal Infirmary of Edinburgh/Royal Hospital for Sick Children (UK). Im Jahr 2004 wurde er mit dem Aufbau des Scottish National Spine Deformity Centre betraut, einem Tertiärzentrum für die Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Wirbelsäulendeformitäten. Er hat den Best Doctor Award of the Year (2011) erhalten. Er hat Lehrverpflichtungen an der Universität von Edinburgh und Dundee sowie bei Tagungen und Kursen auf der ganzen Welt als Dozent/Gastredner/Gastprofessor (145 Vorlesungen/Kurse in den letzten Jahren). Dr. Tsirikos hat Forschungsinteressen mit 152 Vorträgen/ Posterpräsentationen, Herausgeber von 2 Lehrbüchern über Wirbelsäulendeformitäten, 12 Kapitel in anderen Lehrbüchern, 126 von Fachleuten geprüfte Veröffentlichungen. Er erhielt Stipendien und Preise für die beste Arbeit, unter anderem von der British Scoliosis Society und der Scoliosis Research Society. Ich war 10 Jahre lang Mitglied des Exekutivkomitees der British Scoliosis Society (Vorsitzender für Bildung/Forschung; Verbindungsbeauftragter für Patienten). Er ist Treuhänder in der Scoliosis Association UK und ist Mitherausgeber von Spinal Deformity, Herausgeber von Spine in Orthopaedics and Trauma; internationales Mitglied des Editorial Board des Indian Spine Journal, Mitglied des Editorial Board von Current Pediatric Reviews, regelmäßiger Gutachter für 12 große orthopädische, pädiatrische und neurologische Fachzeitschriften.

Donnerstag, 09. Dezember • 17:20–17:35 • Plenum
Trauma der Wirbelsäule

Michael J. Raschke ist seit 2003 Lehrstuhlinhaber für Unfallchirurgie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- & Wiederherstellungschirurgie des Universitätsklinikum Münster. Das Studium der Humanmedizin absolvierte er an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und an der Medizinischen Hochschule Lübeck, approbierte 1985 und promovierte 1987 an der dann Medizinischen Universität zu Lübeck. Seine klinische Ausbildung erfuhr er von 1987 – 1993 in der Klinik für Viszeral- und Unfallchirurgie der Technischen Universität München (Univ.-Prof. Dr.  J. R. Siewert – Univ.- Prof. B. F. Claudi) und von 1993 – 2003 in der Klinik für Unfall- & Wiederherstellungschirurgie der Charité Berlin (Univ.-Prof. Dr. N.P. Haas). Hier erlangte er 1997 die Venia legendi für das Fach „Chirurgie“ und wurde 2003 zum außerplanmäßigen Professor der Medizinischen Fakultät der Humboldt Universität Berlin ernannt. Von 2003 – 2010 war er Leiter der Arbeitsgemeinschaft Alterstraumatologie der DGU. Von 2013 – 2018 war er Präsident der AOTrauma Deutschland. Von 2010 – 2016 hatte er den Vorsitz der Biomaterials-Task-Force und von 2016 – 2018 den Vorsitz der Anti-Infection Task Force der AO Technischen Kommission inne und ist seit 2018 Vorsitzender der AO Technischen Kommission Trauma und Mitglied des Executive Board. Von 2012 – 2018 war er stellvertretender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikum Münster. Seine wissenschaftlichen Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet u. a. 2000 mit dem Hans-Liniger-Preis, sowie 2013 mit dem AO Foundation TK Innovation Prize. Er ist seit 2020 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie und Kongresspräsident des DKOU 2020 und 2021.
 

Freitag, 10. Dezember • 10:50–11:40 • Plenum
Frauen in der Wirbelsäulenchirurgie

Schon während ihres Medizinstudiums macht Susanne Holst im Fernsehen Karriere. Beim SAT.1 Frühstücksfernsehen moderiert sie zunächst das Wetter, bald darauf das ganze Morgenmagazin – drei Stunden live. 1991 wird die junge Moderatorin dafür mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Gleichwohl bleibt ihr Ziel, Gesundheitsthemen im Fernsehen zu präsentieren. „Bleib Gesund“ und das Wellness-Magazin „gut drauf!“ (beide SAT.1) folgen. Nach der Promotion 1996 startet die Ärztin beim NDR mit der wöchentlichen Gesundheitsbeitragsreihe „DAS! tut gut“ - einem erfolgreichen Format, das in acht Jahren 380 Folgen produziert. 2001 bietet die ARD Susanne Holst zudem die Moderation der „Tagesschau“-Sendungen am Nachmittag an, vier Jahre später die Vertretung der „Tagesthemen“ (2005-2012). Auch wenn die Hamburgerin inzwischen das Nachrichtenfieber gepackt hat, schlägt ihr Herz nach wie vor für Medizinthemen. Drei Jahre präsentiert sie den „ARD-Ratgeber Gesundheit“ (2011-2013). Seit 2014 ist die Medizinjournalistin das Gesicht der wöchentlichen Rubrik „Wissen vor acht – Mensch“ im Ersten. Als Kolumnistin und Autorin schreibt Susanne Holst populärwissenschaftliche Artikel und Bücher für verschiedene Verlage. Bisher erschienen Titel zu den Themen: „Erfolgreiche Schmerztherapie“ (Südwest), „Kursbuch Diabetes“ (Südwest) „Kursbuch Rheuma“ (Südwest), „Gesunder Schlaf“ (TRIAS), „55 natürliche Hilfen für die Seele“ (Südwest), sowie „Klug essen, gesund bleiben“ (rororo). Die freiberufliche Journalistin engagiert sich in zahlreichen Vereinen, die sich auf verschiedenen Sektoren überwiegend Präventionsthemen widmen. Seit 2012 bietet sie Businesscoachings für Führungskräfte an.
 

Freitag, 10. Dezember • 11:40–12:00 • Plenum
Thoracolumbar burst fractures

Paul Gerdhem ist Professor und Berater für Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie am Karolinska Universitätskrankenhaus und Karolinska Institut in Stockholm, Schweden. Er ist derzeit Leiter des Wirbelsäulenprogramms am Karolinska Universitätskrankenhaus. Nach dem Medizinstudium und dem Praktikum begann er seine Facharztausbildung in Orthopädie in Malmö und sein Promotionsstudium an der Universität Lund. Er verteidigte seine Dissertation 2004. 2005 wurde er außerordentlicher Professor an der Universität Lund. Im Jahr 2006 wechselte er an das Karolinska Universitätskrankenhaus und baute seine Forschungsaktivitäten weiter aus. Er hat mehr als 100 von Experten begutachtete Forschungsartikel veröffentlicht und als Haupt- oder Mitantragsteller mehr als 5 Millionen Euro an Forschungsgeldern eingeworben.  Zu den Auszeichnungen gehören der American Society for Bone and Mineral Research Young Investigator Award und der Hibbs Basic Science Award der Scoliosis Research Society. Zweimal erhielt er Auszeichnungen für die beste Podiumspräsentation auf der Eurospine. Er ist ehemaliger Präsident der Schwedischen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgen und der Nordic Spinal Deformities Society und derzeit Mitglied der Lenkungsausschüsse des Schwedischen Wirbelsäulenregisters und des Schwedischen Frakturregisters. Seit 2019 ist er Professor für Orthopädie am Karolinska Institut. Seine klinischen und Forschungsinteressen reichen von der Halswirbelsäule bis zum Kreuzbein. Er führt klinische und translationale Studien zu Frakturen, Osteoporose, Wirbelsäulendeformitäten, degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen, Beckenerkrankungen und zur Verbesserung von Operationstechniken durch. Zu den Methoden gehören randomisierte kontrollierte Studien, Registerstudien, Studien zur Genetik, Studien zum Knochenstoffwechsel, Knochendichtemessungen, Bildgebung und Wirbelsäulennavigation. Er ist der leitende Studienleiter eines kürzlich gestarteten nationalen multizentrischen Forschungsprojekts über Wirbelsäulenfrakturen.  
 

Freitag, 10. Dezember • 15:45–16:15 • Plenum
"Die SARS-CoV-2 Pandemie 2019-2022 (?) – there is more to come"

Generalstabsarzt Hans-Ulrich Holtherm ist Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen, Public Health Experte, Infektiologe und Tropenmediziner. Er hat in Münster und London studiert und seine Weiterbildung zum Tropenmediziner am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg und in einem Kinderkrankenhaus in Joal-Fadiouth im Senegal absolviert. In seiner militärischen Laufbahn als Sanitätsoffizier war er unter anderem als Direktor für Ausbildung und Lehre der Gesundheitsversorgung der Bundeswehr und als Wissenschaftskoordinator des Sanitätsdienstes an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München eingesetzt.  Vor seiner Verwendung im Bundesministerium für Gesundheit war er Kommandeur und Ärztlicher Direktor des Bundeswehrkrankenhauses in Ulm. Er verfügt über umfangreiche Einsatzerfahrung unter anderem im Kosovo, in Afghanistan, im Kongo und im Tsunami Einsatz in Indonesien.  Seine Kompetenzen als Krisenmanager hat er in zahlreichen Einsätzen in nationalen und internationalen Gesundheitskrisen (z.B. bei Epidemien mit Meningokokken, EHEC, H1N1 Influenza) zum Einsatz bringen können. Zurzeit leitet er die Abteilung 6 "Gesundheitsschutz, Gesundheitssicherheit, Nachhaltigkeit" im Bundesministerium für Gesundheit (BMG), dabei wurde ihm auch die Aufgabe des Leiters des Corona Krisenstabes des BMG während der Corona Pandemie übertragen. Gegenüber der Europäischen Union wurde Dr. Holtherm als Chief Medical Officer (CMO) der Bundesrepublik Deutschland benannt.
 

Freitag, 10. Dezember • 17:05–17:25 • Plenum
"Strategies and Pathways to Reduce Complications in Complex Spinal Surgery"

Professor Sethi ist derzeit geschäftsführender Direktor des Zentrums für Neurowissenschaften und Wirbelsäule am Virginia Mason Medical Center in Seattle, USA. Dazu gehört auch die Leitung der Wirbelsäulenabteilung, die 16 Wirbelsäulenchirurgen in drei Krankenhäusern im pazifischen Nordwesten der USA beschäftigt und Stipendiaten der besten amerikanischen Neurochirurgie- und Orthopädieprogramme ausgebildet hat.  Außerdem ist er klinischer Professor an der University of Washington, wo er sich im Rahmen des Programms für Gesundheitsökonomie und Ergebnismethodik an den Fakultäten für Medizin und öffentliches Gesundheitswesen auf die Erforschung von Gesundheitssystemen spezialisiert hat. Dr. Sethi studierte an der Harvard Medical School in Boston und absolvierte seine Ausbildung sowohl im Harvard Combined Orthopaedic Program in Boston als auch an der University of California in San Francisco.  Sein Stipendium an der UCSF konzentrierte sich auf die Behandlung komplexer Wirbelsäulenerkrankungen. Bevor er sein Medizinstudium in Harvard aufnahm, war er außerdem Fulbright-Stipendiat im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Professor Sethi war Mitglied des Verwaltungsrats und ist ehemaliger Vorsitzender des Ausschusses für Sicherheit und Nutzen sowie künftiger Vorsitzender des Programmausschusses der Scoliosis Research Society (SRS).  Er hat sich aktiv an der SRS beteiligt, indem er in den Ausschüssen für Deformitäten bei Erwachsenen, Forschungszuschüsse, IMAST, Website und weltweite Konferenzen sowie in mehreren Arbeitsgruppen mitgewirkt hat.  Seine Forschungen zu Teamstrategien und multidisziplinären Protokollen zur Verbesserung der Sicherheit in der Wirbelsäulendeformitätschirurgie haben zu zahlreichen von Fachleuten begutachteten Manuskripten und Podiumsvorträgen sowie zu Gastprofessuren in den USA und im Ausland geführt. Er hat zwei Lehrbücher veröffentlicht, die sich mit der wertorientierten Versorgung in der Wirbelsäulenmedizin und mit Sicherheitsprotokollen für die Wirbelsäule befassen. Dazu gehört auch eine kürzlich erschienene Veröffentlichung im JBJS, in der eine neue schlanke Methodik zur Untersuchung der wertorientierten Gesundheitsversorgung vorgestellt wird. Professor Sethi war in 32 Ländern als Gastdozent zu den Themen Sicherheit der Wirbelsäule und fortschrittliche chirurgische Protokolle tätig. Professor Sethis Forschungsarbeiten wurden mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet, darunter der Whitecloud Award der SRS für die beste Forschungsarbeit und der Mary McClinton Award für Patientensicherheit in den Vereinigten Staaten. Seine Arbeit am Seattle Spine Team-Ansatz und die Verwendung des Toyota-Produktionssystems zur Modellierung von Sicherheit und Angemessenheit in der Wirbelsäulenversorgung haben zur Ernennung von "Centers of Excellence" durch amerikanische Kostenträger im Gesundheitswesen und zur Einführung wertorientierter Prinzipien in der amerikanischen Wirbelsäulenversorgung geführt. Professor Sethi ist verheiratet und hat vier Kinder.  Er spricht mehrere Sprachen fließend und fährt gerne Rad, hört Musik und verbringt Zeit mit seiner Familie.  
 

Samstag, 11. Dezember • 08:30–08:50 • Plenum
Intradurale Tumore

Roland Goldbrunner ist Direktor des Zentrums für Neurochirurgie und Direktor der Klinik für Allgemeine Neurochirurgie des Universitätsklinikums Köln. Sein Medizinstudium absolvierte er in Regensburg und Würzburg, die Promotion erfolgte 1993 an der Universität Würzburg. Die Facharztausbildung erfolgte an der Neurochirurgischen Klinik der Universität Würzburg, wo er auch zu einem neuroonkologischen Thema 2001 habilitierte. 2001 bis 2009 bekleidete er die Funktionen als Oberarzt und Leitender Oberarzt wie auch als Leiter des experimentellen tumorbiologischen Labors in der Neurochirurgischen Klinik des Klinikums Großhadern, Universität München. Nach Rufen auf die W3-Lehrstühle für Neurochirurgie der Universitäten Würzburg und Köln wechselte er 2009 als Direktor der Klinik für Allgemeine Neurochirurgie an das Universitätsklinikum Köln. 2012 übernahm er auch die Leitung des Zentrums für Neurochirurgie, welches aus der Klinik für Allgemeine Neurochirurgie und der Klinik für Stereotaxie und Funktionelle Neurochirurgie besteht. Der wissenschaftliche Schwerpunkt von Roland Goldbrunner ist die kranielle und spinale Neuroonkologie, welche er umfassend auf klinischem und experimentellem Sektor betreibt. Er ist seit 2010 im Vorstand der neuroonkologischen Arbeitsgemeinschaft (NOA) der DKG und ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC).