12. Jahrestagung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft

30. November - 2. Dezember 2017 • Stuttgart

12. Jahrestagung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft

30. November - 2. Dezember 2017 • Stuttgart

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Hauptredner

Festvortrag
Donnerstag, 30. November • 18:35–19:25 • Saal C1.1

Respekt
René Borbonus (Montabaur)
René Borbonus

Als Geisteswissenschaftler hat sich René Borbonus schon immer für Kommunikation interessiert. Heute ist er ein gefragter Redner und ausgewiesener Spezialist für berufliche Kommunikation, Präsentation und Rhetorik. Sein 2011 erschienenes Buch „Respekt“ landete sofort auf den Bestsellerlisten, denn er hatte damit den Nerv der Zeit getroffen. Respekt ist der Sauerstoff unter den sozialen Elementen: für das soziale Überleben unverzichtbar, aber nicht selbstverständlich in der Atmosphäre. Respekt setzt unglaublich viel Energie frei: Er macht Unternehmen erfolgreicher und Menschen nachweislich gesünder. Auf der anderen Seite mangelt es oftmals an Respekt. Wie passt das zusammen? Warum verhalten sich Menschen respektlos? Was sind typische Respektlosigkeiten des Alltags, und wie vermeiden Sie diese? René Borbonus gibt Antworten und Aufschluss über ein nach wie vor hochaktuelles Thema.

Donnerstag, 30. November • 10:15–10:30 • Saal C1.1
Injuries of the lumbosacral junction and suicidal jumper’s fracture
Carlo Bellabarba (Seattle, USA)

Carlo Bellabarba
Dr. Bellabarba ist als Professor an der Universität von Washington im Bereich Orthopädie, Neurochirurgie und Sportmedizin tätig. Nachdem er seine Facharztausbildung im Bereich orthopädische Chirurgie in Chicago absolvierte, spezialisierte sich Dr. Bellabarba anschließend in den Fachrichtungen orthopädische Traumatologie und Wirbelsäulenchirurgie. Zu seinen Forschungsinteressen zählen komplexe Wirbelsäulenerkrankungen und -verletzungen.
Donnerstag, 30. November • 10:30–10:45 • Saal C1.1
Tear Drop Injury of the subaxial cervical spine – published in 1954
Jens R. Chapman (Seattle, USA)

Jens R. Chapman
Jens R. Chapman, MD ist seit 2014 als Wirbelsäulenchirurg im Swedish Medical Center in Seattle, USA, beschäftigt. Er leitet dort auch die Abteilung für klinische Forschung am neurowissenschaftlichen Institut. Zuvor war Dr. Chapman maßgeblich für den Ausbau der Wirbelsäulenabteilung an der Universität Washington verantwortlich. Er war zudem Vorsitzender der AOSpine Nordamerika und hat während seiner Präsidentschaft deren Umwandlung in eine unabhängige gemeinnützige Organisation vorangebracht, was von einem starken Zuwachs der Mitgliederzahlen begleitet wurde. Während seiner Funktion als Vorsitzender baute er zudem ein weit verzweigtes multizentrisches Forschungsnetzwerk auf. Die klinischen Praxisschwerpunkte von Dr. Chapman sind u.a. komplexe Verletzungen der Wirbelsäule inklusive Sportverletzungen sowie Verletzungen des Rückenmarks.
Donnerstag, 30. November • 10:45–11:00 • Saal C1.1
Spinal Cord Injury – History of treatment concepts and scientifi c outlook
Donnerstag, 30. November • 15:53–16:10 • Saal C1.1
Symptomatische epidurale Tumorkompression – Konzept, Outcome und postoperative Lebensqualität
Michael G. Fehlings (Toronto, Kanada)

Michael G. Fehlings
Dr. Fehlings erhielt seinen MD an der University of Toronto im Jahr 1983. Im Anschluss an ein chirurgisches Praktikum an der Queens University in 1983/84 begann Dr. Fehlings 1984 an der University of Toronto die neurochirurgische Ausbildung. Während seines Aufenthaltes promovierte Dr. Fehlings 1989 im Institute of Medical Sciences mit seiner Arbeit über experimentelle Rückenmarksverletzungen. Dr. Fehlings wurde Mitglied des Royal College of Physicians and Surgeons of Canada im Jahre 1990 und Fellow des American College of Surgeons in 2006. Im Jahr 1991 begann er mit einem post-doctoralen „Forschungs-Fellowship“ am New York University Medical Center unter Dr. Wise Young. Darauf folgte ein „Spine-Fellowship“ unter Dr. P. Cooper an der NYU. Dr. Fehlings wurde am Toronto Western Hospital neurochirurgischer Mitarbeiter im Jahr 1992. Derzeit ist er Professor in der Abteilung für Chirurgie, vollständiges Mitglied des Institut of medical Sciences School of Graduate Studies, ein Gelehrter im McLaughlin Centre of Molecular Medicine, Wissenschaftler im McEwen Centre für regenerative Medizin, Senior Scientist am Toronto Western Research Institute, Direktor des University of Toronto Neurowissenschaftsprogrammes, Co-Direktor des University of Toronto Wirbelsäulenprogrammes, Direktor des Wirbelsäulenprogrammes am Toronto Western Hospital, ärztlicher Direktor des Neurowissenschaftszentrums Krembil und Vorsitzender des Krembil-Zentrums für neurale Reparatur und Regeneration. Seine klinischen Schwerpunkte liegen in der spinalen Neurochirurgie und sein Forschungsschwerpunkt liegt in den molekularen Mechanismen, die einer Verletzung des Rückenmarks unterliegen.
Donnerstag, 30. November • 15:19–15:36 • Saal C1.1
Onkologische Konzepte primärer Wirbelsäulentumoren
Stefan Bielack (Stuttgart)

Stefan Bielack
Stefan Bielack ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit der Schwerpunktqualifi kation Kinder-Hämatologie und -Onkologie. Nach berufl ichen Stationen an den Universitätsklinika Hamburg und Münster leitet er seit 2005 die Klinik für Kinder-Onkologie, -Hämatologie und -Immunologie am Klinikum Stuttgart – Olgahospital. Sein besonderes klinisches und wissenschaftliches Interesse gilt den Knochensarkomen und hier ganz besonders den Osteosarkomen. Seit 1996 leitet er die multizentrische und interdisziplinäre Deutsch-Österreichisch-Schweizerische Cooperative Osteosarkomstudiengruppe, COSS. Er war Projektleiter der European and American Osteosarcoma Study, EURAMOS1, und des Bone Tumor Work Package des European Network for Cancer Research in Children and Adolescents, ENCCA. Stefan Bielack ist aktuell Vorstandsmitglied der International Society for Pediatric Oncology – Europe, SIOPE. Zuvor war er Präsident der European Musculo-Skeletal Oncology Society, EMSOS, und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, GPOH, sowie der Süddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, SGKJ. Er ist Mitglied der Sarcoma Faculty der European Society for Medical Oncology, ESMO, und Co-Vorsitzender der ESMO-SIOPE Joint Working Group on Cancer in Adolescents and Young Adults. Er ist zudem Mitglied der Editorial Boards der Zeitschriften Cancer Treatment Reviews und Journal of Adolescent and Young Adult Oncology. Im vergangenen Jahr wurde er für seine Leistungen im Bereich der klinischen Krebsforschung mit dem Deutschen Krebspreis ausgezeichnet.
Freitag, 1. Dezember • 11:55–12:10 • Saal C1.1
Qualitätssicherung aus Sicht des Institutes für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG)
Christof Veit (Berlin)

Christof Veit © IQTIG
Dr. med. Christof Veit ist seit Januar 2015 Leiter des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen nach § 137a SGB V. Zuvor war er sieben Jahre Geschäftsführer des BQS Instituts für Qualität und Patientensicherheit, einer Einrichtung der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, die an bundesweiten Qualitätssicherungsverfahren im Bereich der stationären Versorgung mitwirkt. Dr. Veit begann seine berufl iche Laufbahn 1984 als Arzt in der Chirurgie, nachdem er in Freiburg, London und Boston Medizin studiert hatte. 1992 bis 2007 war er Leiter der EQS Hamburg Landesgeschäftsstelle Qualitätssicherung, bevor er zum BQS-Institut wechselte.
Freitag, 1. Dezember • 14:40–14:50 • Saal C1.1
Radiologische Diagnostik und Intervention bei primären und sekundären Wirbelsäulentumoren
Götz Martin Richter (Stuttgart)

Götz Martin Richter
Prof. Richter ist seit 2009 Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Klinikum Stuttgart. Er hat sein Studium der Medizin 1975 in Stuttgart Hohenheim begonnen und ist dann bis zum Ende seines Studiums nach Freiburg an die Albert-Ludwig-Universität gewechselt, wo er 1982 das Studium abschloss und seine radiologische Ausbildung bei Prof. Wenz begann. Er promovierte 1984 zum Thema kapilläre Tumorembolisation. 1988 wechselte er an die Universitätsklinik Heidelberg in die dortige Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie bei Prof. Kaufmann. Nach einer Zusatzausbildung in Strahlentherapie bei Prof. Wannenmacher ebenfalls in Heidelberg, legte er 1990 die Facharztprüfung ab und wurde dann bis zum Wechsel an das Klinikum Stuttgart Leitender Oberarzt. Seine Forschungsschwerpunkte sind zum einen die Bildgebung von Leber und Pankreas und zum anderen vaskuläre und nonvaskuläre Interventionen. Zu seinen Pionierleistungen gehört die erstmalige Durchführung von TIPSS (transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Stent-Shunt) beim Menschen zur Behandlung der portalen Hypervention. Zusammen mit Julio Palmaz hat er die erste EVARVersorgung beim Menschen in Europa durchgeführt (endovascular aortic repair). Auch hier in Stuttgart ist es ihm gelungen, einen klinischen Schwerpunkt der Interventionellen Radiologie aufzubauen und das erste „Siemens Reference Center Interventional Radiology And Oncology“ zu gründen.
Freitag, 1. Dezember • 14:50–15:06 • Saal C1.1
Nuklearmedizinische Diagnostik bei primären und sekundären Wirbelsäulentumoren
Gabriele Pöpperl (Stuttgart)

Gabriele Pöpperl

Gabriele Pöpperl ist Nuklearmedizinerin und Direktorin der Klinik für Nuklearmedizin am Klinikum Stuttgart. Ihre klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen u. a. in der PET/CT Diagnostik bei (neuro-)onkologischen Fragestellungen und im Einsatz molekular zielgerichteter Radioliganden bei verschiedenen Tumorerkrankungen.

Freitag, 1. Dezember • 15:06–15:22 • Saal C1.1
Strahlentherapie bei Wirbelsäulentumoren – Wann, wie und welche Technik?
Esther Troost (Dresden)

Esther Troost © Rainer Weisflog
Prof. Esther Troost studierte Medizin in Tübingen, Aberdeen (Großbritannien) und Nijmegen (Niederlande). Von 2005 bis 2012 forschte sie im Rahmen eines medizinischen Doktorandenprogramms in Nijmegen und verteidigte im Jahr 2010 ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Validierung von PET-Bildgebungsverfahren für die nicht-invasive Charakterisierung von Kopf-HalsTumoren“ an der Radboud Universität Nijmegen (Niederlande). Zusätzlich hat sie seit 2008 einen deutschen Doktortitel inne. Von 2012 bis 2015 arbeitete Esther Troost als Oberärztin der Radioonkologie an der Universitätsklinik Maastricht (MAASTRO clinic; Niederlande), wo sie Forschung und Patientenversorgung verbinden konnte. Im März 2015 wurde sie als Professorin für Bildgestützte Hochpräzisionsstrahlentherapie an die Technische Universität Dresden berufen. Zudem arbeitet sie am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, am OncoRay-Zentrum und am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden. Sie ist stellvertretende Sprecherin für den Partnerstandort Dresden des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) und seit dem 1. November 2016 stellvertretende Direktorin der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Dresden.
Freitag, 1. Dezember • 15:38–15:54 • Saal C1.1
Onkologische Konzepte bei Metastasen an der Wirbelsäule
Philipp J. Jost (München)

Philipp J. Jost
Dr. Philipp J. Jost ist Privatdozent für Hämatologie und Onkologie und Oberarzt an der III. Medizinischen Klinik der Technischen Universität München. Er promovierte am Imperial College in London und der Universität Erlangen mit summa cum laude bevor er seine klinische Ausbildung in der III. Medizinischen Klinik der TU München abschloss. Mit einem Mildred Scheel-Stipendium der Deutschen Krebshilfe untersuchte er bei Prof. Andreas Strasser am Walter und Eliza Hall Institut in Melbourne, Australien die molekularen Mechanismen des programmierten Zelltods in Tumorerkrankungen. Nach seiner Rückkehr leitet er seit 2010 ein eigenes Labor an der III. Medizinischen Klinik in München, ist Mitglied des Deutschen Krebsforschungs-Konsortiums (DKTK), Mitglied des Comprehensive Cancer Centre in München (CCCM) und Koordinator des Molekularen Tumorboards des CCCM. Wissenschaftlich untersucht das Labor von Dr. Jost die molekulare Regulation von Zelltod und Entzündung in Tumorerkrankungen. Er hat über 30 wissenschaftliche Publikationen in Zeitschriften wie „Nature“, „Science“, „Cancer Cell“, „Immunity“ und „Molecular Cell“ verfasst.